Wie können Sie sich vor Elektrosmog schützen?
Elektromagnetische Felder entstehen überall dort, wo elektrische Geräte, Leitungen oder Funktechnik verwendet werden. Wie stark die Felder an einem bestimmten Ort sind, hängt unter anderem von der Quelle, dem Abstand und den Betriebsbedingungen ab.
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Exposition gegenüber bestimmten elektromagnetischen Feldern häufig reduzieren. Entscheidend ist, die Quellen zu kennen und die Maßnahmen dort einzusetzen, wo sie tatsächlich sinnvoll sind.
Tipps zur Reduzierung von Handystrahlung
Das eigene Smartphone kann eine Quelle hochfrequenter elektromagnetischer Felder sein. Wie stark es sendet, hängt unter anderem von der Verbindung, dem Empfang und der Nutzung ab.
Mit diesen Tipps können Sie die Funkübertragung Ihres Smartphones gezielt reduzieren:
- Nachts Flugmodus nutzen oder das Smartphone ausschalten. Wenn Sie erreichbar bleiben müssen, prüfen Sie, welche Funkverbindungen tatsächlich aktiv sein müssen.
- Abstand zum Körper halten. Tragen Sie das Smartphone bei Nichtgebrauch möglichst nicht direkt am Körper.
- Bei gutem Empfang telefonieren. Bei schlechtem Empfang kann das Smartphone seine Sendeleistung erhöhen.
- Freisprechen oder ein geeignetes Headset verwenden. So halten Sie das Smartphone beim Telefonieren vom Kopf entfernt.
- Bluetooth bei Nichtgebrauch deaktivieren. Wenn Sie Bluetooth-Kopfhörer nicht benötigen, können Sie die Verbindung ausschalten.
- Hintergrundaktivitäten prüfen. Nicht benötigte Apps und automatische Synchronisierungen können Sie einschränken. Das reduziert vor allem unnötige Datenübertragungen und den Energieverbrauch; die Wirkung auf die Funkexposition hängt von der jeweiligen Nutzung ab.
- Beim Laden Abstand halten. Verwenden Sie ein geeignetes, intaktes Ladegerät und legen Sie das Smartphone beim Laden nicht direkt neben den Kopf oder unter das Kopfkissen.
Auch bei Ladegeräten und Netzteilen können elektrische oder magnetische Felder auftreten. Wie relevant diese im konkreten Fall sind, lässt sich durch eine geeignete Messung beurteilen.
Tipps zur Reduzierung von Elektrosmog am Schlafplatz
Im Schlafzimmer möchten viele Menschen möglichst wenige technische Geräte in unmittelbarer Nähe haben. Mit einigen einfachen Veränderungen können Sie mögliche Feldquellen reduzieren.
- WLAN nachts ausschalten, wenn Sie es in dieser Zeit nicht benötigen und keine Geräte darauf angewiesen sind.
- Das Smartphone nicht direkt neben dem Bett ablegen. Wenn Sie es als Wecker verwenden, können Sie den Flugmodus aktivieren oder es mit größerem Abstand platzieren.
- Elektrogeräte mit Abstand aufstellen. Radios, Fernseher und andere Geräte sollten nicht unnötig nah am Kopfende stehen.
- Netzteile und Steckdosenleisten nicht direkt unter dem Bett platzieren, wenn sich dadurch elektrische oder magnetische Felder unmittelbar am Schlafplatz ergeben.
- Den Standort des Weckers prüfen. Bei netzbetriebenen Geräten können je nach Bauart und Abstand elektrische oder magnetische Felder auftreten. Ein batteriebetriebener Wecker kann eine einfache Alternative sein.
Welche weiterführenden Maßnahmen gibt es?
Wenn einfache Veränderungen nicht ausreichen oder eine konkrete Belastung vermutet wird, können weitere Maßnahmen infrage kommen:
- Geschirmte Leuchten und Kabel: Geeignete Produkte können bestimmte elektrische Felder reduzieren. Auswahl und Installation sollten zur vorhandenen Elektroinstallation passen.
- Netzabkoppler: Ein Netzabkoppler kann geeignete Stromkreise abschalten, wenn keine elektrische Last mehr anliegt. Ob ein solches Gerät sinnvoll ist, sollte ein Elektrofachbetrieb anhand der Installation prüfen.
- Elektroinstallation frühzeitig planen: Bei einem Neubau oder einer umfassenden Sanierung können Aspekte der Baubiologie bereits in der Planung berücksichtigt werden.
- Vor Sanierungsmaßnahmen messen lassen: Eine Elektrosmogmessung kann helfen, vorhandene Quellen und die Stärke der gemessenen Felder einzuschätzen. So lassen sich Maßnahmen gezielter planen.
- Abschirmmaterialien fachgerecht auswählen: Abschirmfarben, Vliese oder spezielle Vorhänge können bestimmte hochfrequente Felder abschwächen. Die Wirkung hängt vom Material, der Frequenz und der fachgerechten Ausführung ab. Unvollständige Abschirmungen können zu ungleichmäßigen Feldverteilungen führen.
Nach baulichen Abschirmmaßnahmen empfiehlt sich eine Kontrollmessung, um festzustellen, wie sich die gemessenen Felder verändert haben. In abgeschirmten Bereichen sollte außerdem geprüft werden, ob Mobiltelefone weiterhin guten Empfang haben. Bei schlechtem Empfang kann das Gerät seine Sendeleistung erhöhen.
Elektrosmog messen lassen – bevor Sie Geld für Schutzmaßnahmen ausgeben
Nicht jede mögliche Quelle ist automatisch relevant, und nicht jede Schutzmaßnahme ist in jeder Wohnung notwendig. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst die Situation vor Ort zu erfassen.
Bei einer professionellen Elektrosmogmessung in Wien, Niederösterreich und Burgenland untersuche ich die elektromagnetischen Felder in Ihren Wohnräumen und helfe Ihnen, mögliche Quellen einzuordnen. Auf dieser Grundlage können Sie entscheiden, welche Maßnahmen für Ihre konkrete Situation sinnvoll sind.
Sie möchten wissen, welche elektromagnetischen Felder an Ihrem Schlafplatz oder in Ihrer Wohnung vorhanden sind?